Loben leicht gemacht

Loben leicht gemacht
Ein kleiner Ratgeber für den Alltag

Loben will gelernt sein. Loben will verstanden werden. Loben will gelebt werden. Vielseitig, unmissverständlich, praktisch und zielgerichtet. Wer (richtig) lobt, schenkt dem Gelobten weitaus mehr als nur ein paar liebevolle, gut gemeinte Worte. Wer loben lernt, ermutigt, honoriert und zeigt seine ehrlich empfundene Wertschätzung. So können Menschen ihren Wert erkennen und fröhlicher durchs Leben gehen…

Das Buch Loben leicht gemacht gibt dazu viele Tipps und Hilfen und zeigt die Zusammenhänge auf. Auch für Kreative sind ein paar Ideen enthalten, wie Loben praktisch umgesetzt werden kann.

Möge es uns gemeinsam gelingen, den Menschen wieder Mut zum Leben durch gegenseitige Anerkennung zu schenken.

Packen wir es an! Mutig und entschlossen. Und in Liebe.

Es grüßt Sie herzlichst, Gretchen Hilbrands

 


 

Hier ein paar Leseproben (auszugsweise):

„Ich weiß nicht, was mir fehlt“

Während Elke mir gegenübersitzt und aus ihrem Leben erzählt, laufen die Verletzungen ihres Lebens in Bildern an uns beiden vorüber. Sie erzählt plastisch, und ich habe fast das Gefühl, mitten in Elkes Erlebnissen dabei zu sein. […] Aber für Elke waren und sind es gerade diese Erlebnisse, die es ihr schwer machen, ein bejahendes Selbstwertgefühl zu bekommen. […]

[…] so könnte man den Eindruck gewinnen, (es) läuft alles nach Maß: Ein Leben, wie es viele andere Menschen auch führen.

Wenn nur die innere Verletzung nicht wäre! Elke beklagt sich nicht, aber sie ist traurig. Tieftraurig. Warum, weiß sie selbst nicht genau. […]

Während Elke erzählt, wird mir relativ schnell deutlich, was ihr fehlt. Eigentlich ist es etwas Selbstverständliches und doch leiden sehr viele Menschen darunter. Kinder, Frauen und Männer. Es ist das fehlende Lob.

Elke hat nur sehr selten erlebt, dass sie für etwas, was sie getan hat, gelobt wurde. Mit Kritik ist sie überschüttet worden. Was sie gut gemacht hat, wurde von ihr erwartet […]

Eine Zeit lang ist das auch gutgegangen. Eine Zeit lang. Aber dann ist das kleine Pflänzchen Selbstvertrauen eingegangen. Und nun liegt es am Boden, kraftlos, sinnlos und zerbrochen. Elkes große Verletzung heißt: Ich bin niemandem wichtig und für nichts gut genug. Sie weiß, dass es eigentlich nicht stimmt. Aber die Zweifel sind größer als jedes Wissen und zerfressen jeglichen Hoffnungsschimmer schon beim ersten Aufleuchten.

So, wie es Elke ergangen ist und ergeht, erleben es viele Menschen, sehr viele […]

Auch Ehrenamtliche müssen immer wieder die Erfahrung machen, dass ihr Einsatz allzuleicht zur Normalität wird. Lob und Anerkennung werden häufig am Anfang geäußert, gehen dann aber schnell im Alltag verloren. Was ich „am eigenen Leib erfahre“, prägt jedoch mein Denken und ist häufig der Motor meines daraus resultierenden Handelns. Wer nie oder nur sehr selten gelobt wird, lobt selber auch nicht oder eben nur selten.

Manchmal verbergen sich aber auch ganz andere Gründe hinter der bewussten oder unbewussten Entscheidung, nicht zu loben. […]

Lob – ein menschliches Grundbedürfnis

Ein echtes, ehrliches Lob kann Berge versetzen. Das Gefühl, etwas gut oder sogar sehr gut gemacht zu haben und dies auch noch von anderen anerkannt zu bekommen, ist etwas, wonach wir uns alle sehnen. Wir Menschen brauchen Lob. Immer wieder und immer wieder neu. Lob beflügelt. Ohne Lob ist das Leben schwer. Wenn der Dank, die Anerkennung, das Lob ausbleibt, entsteht das Gefühl, versagt zu haben. Nicht gut genug zu sein in den Augen der anderen. Das schmerzt, verletzt, man fühlt sich herabgesetzt. Menschen, die nie oder nur selten Lob bekommen, sehen sich auf der Verliererseite des Lebens. Sie erleben sich allzu oft als defizitär. Ihnen fehlt etwas und sie wissen häufig nicht was. Ihnen ergeht es wie Elke […]

Das fehlende Lob

An Elkes Beispiel wird sehr gut deutlich, dass sie keinen Bezug dazu hat, was sie an Gutem, Positivem leistet. Auf die Frage nach ihren Begabungen, ihren Fertigkeiten und Fähigkeiten antwortet sie mir, dass sie eigentlich nichts richtig gut beherrsche. Und nach einigem Zögern kommt die Bemerkung: „Ich eigne mich zu nichts wirklich gut.“

Das typische persönliche Fazit von Menschen, die Lob nicht kennen, nicht erfahren haben, gibt die Aussage wieder: […]

Was Lob bedeutet

Für fast jedes Wort gibt es andere Wörter, die das Gleiche aussagen, aber anders beschreiben ‒ die sogenannten Synonyme. Für Lob und loben sind dies: jemanden anerkennen, auszeichnen, achten, ehren, honorieren, schätzen, würdigen, ermutigen, aufmuntern, ermuntern, herausheben, hervorheben, Lob aussprechen, Lob spenden; sich über jemanden anerkennend äußern, voll Anerkennung sein; jemandem Gutes nachsagen.

Enorm, was ein einziges Lob alles bedeuten kann!

Lob ist das Öl, welches unseren Lebensmotor schmiert […]

Dass ein Auto Öl braucht, ist klar. Wer zu sparsam ist, um dem Auto Öl zu gönnen, muss dies teuer bezahlen: Der Motor wird allzu bald […]

Kreative Ideen für „Handwerker“

Sie möchten kreativ werden und etwas verschenken, was Ihr Lob ausdrückt? Oder etwas, was von bleibendem Wert ist, aufbaut und ermutigt? Hier ein paar Beispiele. […]

Loben leicht gemacht
Ein kleiner Ratgeber für den Alltag
96 Seiten, Taschenbuch
12 x 18,6 cm

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Inhalt

„Ich weiß nicht, was mir fehlt“

Lob – ein menschliches Grundbedürfnis

Was Lob bedeutet

Die Kunst des Lobens

Loben will gelernt sein ‒ Kritik geht immer …

Das kleine ABC des Lobens                                                                                     

„Ich bin als Kind nie gelobt worden“

Kinder haben ein Recht auf Lob

Lob und Neid

Jeder macht irgendetwas gut

Eigenlob stinkt, sagt der Volksmund

Wertschätzende Haltung

Lob in christlichen Gemeinden

Gott und das Lob

Gott schenkt uns die höchste Wertschätzung

Schluss

Anhang